Menschen und Bienen - ein nachhaltiges Miteinander

Die Bienen und andere Bestäuber sind für den Erhalt der Vielfalt und der Stabilität der Natur unerlässlich. Gemeinsam mit anderen Insekten bilden sie die Basis unserer Ökosysteme. Auf Grund ihrer Bestäubungsleistung sorgen sie dafür, dass Pflanzen sich vermehren die vielen anderen Tieren Nahrung und Lebensraum geben. Die Biene steht symbolisch für ganze Nahrungsketten.

Wir lernen von der Natur und hören auf sie.

Wir sind ein Familienbetrieb, welcher diese Imkerei seit 2003 betreibt. Bei uns sind drei Generationen mit den Bienen beschäftigt. Der Weg zur Berufsimkerei und Tätigkeit für die ganze Familie entwickelte sich mit dem Bewusstsein für die Natur, die Umwelt, unser Zuhause aktiv zu gestalten. Nur im Einklang mit der Natur sichern wir unsere Existenz. Wir sehen in unserer Tätigkeit keine Einbahnstraße. Das Motto ist “wir lernen von der Natur und hören auf sie“. Unsere Arbeit ist als ganzheitliches Wirken ausgelegt.

Die Vielfalt der Natur ist für uns lebenswichtig. Je mehr Tier- und Pflanzenarten wir verlieren, desto lückenhafter wird das Netzwerk des Lebens. Die Ökosysteme werden instabiler und drohen zusammenzubrechen. Das hat für uns alle fatale Folgen. (z. B. Zunahme von Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden). Gesunde Ökosysteme mit einer großen biologischen Vielfalt verhindern, dass sich z. B. Viren bei Vögeln und Säugetieren ausbreiten, da es für jeden potenziellen Überträger einen natürlichen Gegenspieler gibt.

 

Wir schwärmen für unsere Bienen

Vorträge und Events
Die Geheimnisse der Imkerei geben wir in Vorträgen und geeigneten Veranstaltungen vor Kindern, Schülern und Erwachsenen weiter und beantworten viele Fragen zur Imkerei. Auf Märkten zeigen wir im Schaukasten das beeindruckende Wimmeln im Bienenstock.
Hier finden Sie aktuelle Termine und Neuigkeiten ...​
Von glücklichen Bienen

Im Onlineshop der Imkerei Berthold finden Sie ein großes Angebot an Honig, API-Bienen-Kosmetik, Met, Bienenwachskerzen, Fruchtaufstrichen und vielen anderen Produkten rund um die Biene. Gerne stellen wir für Sie auch individuelle Geschenkkörbe zusammen.
Schauen Sie doch gleich mal in unserem Shop vorbei ...

Unser Schwarm und dessen Standorte

Unsere Bienen leben an festen Standorten. Wir arbeiten mit 10 bis 25 Bienenvölkern je Standort.

Diese werden so ausgewählt, dass den Bienen möglichst hohe und abwechslungsreiche „Bestäubungsleistung“ ermöglicht wird. Im Umkreis unserer Standorte befinden sich keine oder sehr wenige weitere Bienenvölker. Ziel bei der Auswahl der Standorte ist die Qualität der Tracht. Sie sollte ursprünglich sein, so wie zu früheren Zeiten die Pflanzen rund um den Bauernhof von Opa. Wir achten darauf, dass keine Monokultur dominant ist.

 

Zwei Gebiete kennzeichnen die Standorte.

A Die Region Klingenberg und Umgebung (Standorte in den Ortsteilen Höckendorf, Beerwalde, Obercunnersdorf, Ruppendorf, Reichstädt, Oberfrauendorf, Sohra, sowie Bio-Wald und Bio-Teich, Reichstädt Wald, Siebenlehn)

B Die Region Dresden/Umland Dresden Süden (Wittgensdorfer Str., Kohlenstr., Lockwitzbach, Wiesenrand, Achtbeeteweg)

 

Bienenstark - Unsere Imkerei

Honig ernten

Die mit Honig gefüllten Rähmchen werden mit Hand vom Deckelwachs befreit und anschließend sofort geschleudert. Der so gewonnene Honig wird darauffolgend zweimal gesiebt und in Honigvorratseimer abgefüllt. Auf jeden Eimer kommt die Info zum Standort und Tag der Ernte. Der Honig wird so naturnah wie möglich behandelt. Natürlich und unverfälscht

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Honig abfüllen

In einem separaten Arbeitsraum wird der Honig zur Abfüllung in die Gläser vorbereitet und maschinell abgefüllt. Der Arbeitsraum bietet ebenso Platz zum Etikettieren.
Im Honigmaster wird der Honig bei ca. 30°C schonend aufgetaut und gerührt. Damit entsteht die cremige Konsistenz.

Wachsverarbeitung

Der eigene Wachskreislauf ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein sicheres Arbeiten mit den Bienen rund ums Jahr. Spätestens nach dem 2. Jahr der Waben-nutzung durch die Bienen werden diese eingeschmolzen. Dieser Wachs wird dann gefiltert und zu neuen Wachsplatten umgearbeitet. Damit wird verhindert, das über Fremdwachse Krankheiten eingeschleppt werden. Über das gesamte Jahr hinweg werden aus Bienenwachs Figuren gegossen, welche in der Oster- und Weihnachtszeit verkauft werden.

Blühende Vielfalt für jeden Geschmack - Unsere Streuobstwiese und Hecken

Auf der uns zur Verfügung stehenden Gartenfläche (hinter dem Wohnhauskomplex, Kleintierhaltung, Werkstatt, Wachsaufbereitung und Lagerhalle) mit ca. 20.000 qm Fläche stehen ca. 50 Bienenvölker (Basisstandort der Imkerei). Zum Trachtangebot wurde eine Vielzahl von Gehölzen (meist als Hecke) und Obstbäumen gepflanzt. Die Anzahl der Obstbäume beläuft sich z. Z. auf ca. 125 Stück. Dazu kommen noch rund 60 Beerensträucher (rote-, weiße- und schwarze Johannisbeeren, Jochel-, Brom-, Him-, Heidel- und Stachelbeeren).

Die Hecken setzen sich aus Gehölzpflanzen mit Bäumen zusammen. Faulbaum, Ohrweide, Schlehe, Roter Hartriegel, Haselnuss, Wolliger Schneeball, Traubenkirsche, Weißdorn, Pfaffenhütchen, Wildapfel, Wildbirne, Erbsenstrauch, Kornelkirsche und Felsenbirne um nur einige zu nennen. Ganz besonders hat es uns die Eberesche als Baum des Osterzgebirges angetan. Derzeit sind 10 Bäume im Wachsen. Auch Quitten wurden als Randbäume zu den Hecken gepflanzt.

Bei der Anpflanzung der Obstbäume wurde auf Gehölze aus der unmittelbaren Umgebung geachtet. Es betrifft abwechselnd Hoch- und Mittelstände. Sogenannte Alte Sorten sind in der Mehrzahl. Für die Bienen ist es wichtig frühe Blüten (Kornelkirsche), mittlere Blütenzeit und Spätblüher (spätblühender Taffetapfel) anfliegen zu können. Ebenso ist die Pollenqualität sehr wichtig (z. B. Apfel Schöner von Herrnhut,  Prinz A. v. Preußen). Gemeinsam mit den blühenden Hecken haben wir den Bienen ein sehr reichhaltiges Trachtangebot geschaffen.

 

Wir versüßen Ihren Alltag

Die Früchte der Bäume und Sträucher der Streuobstwiese werden zu Säften und Fruchtaufstrichen verarbeitet. Ohne Spritzmittel, Pestizide und künstlichen Dünger. Die Produkte können Sie über den Shop erwerben.

Birnenbäume, ca. 20 Stück

  • Herzogin Elsa
  • Clapps Liebling
  • Gute Graue
  • Nordhäuser Winterforelle
  • Petersbirne
  • Sommerblutbirne
  • Pitmaston
  • Bosc´s Flaschenbirne
  • Gellerts Butterbirne

Apfelbäume, ca. 60 Stück

  • Cox Orange
  • Lausitzer Nelkenapfel
  • Roter James Grieve
  • Goldparmäne
  • Rote Sternrenette
  • Schöner von Herrnhut
  • Prinz Albrecht von Preußen
  • Safranapfel
  • Finkenwerder Herbstprinz
  • Danziger Kantapfel
  • Pfirsichroter Sommerapfel
  • Berner Rosenapfel
  • Rheinischer Krummstiel
  • Spätblühender Taffetapfel
  • Jacob Lebel
  • Schlesischer Lehmapfel
  • Oberlausitzer Himbeerapfel
  • Zuccalmaglio
  • Boskoop und weitere

Pflaumen-, Kirsch- und Quittenbäume

  • Birnenquitte
  • Apfelquitte
  • Hedelfinger Kirsche
  • Große Kornelkirsche
  • Große Knorpelkirsche
  • Meißner Honigpflaume
  • Königin Victoria Pflaume
  • Reneclode

Wein

An einer günstigen Lage im Garten haben wir zur Abrundung verschiedene Sorten Wein gepflanzt. Diese sind zum Naschen und werden zu Saft verarbeitet.

Biodiversität

Zur Abrundung der Biodiversität werden auf der Wiese Hühner und Schafe gehalten. Die Hühner leben überwiegend in der Hecke und unter den Bäumen. Dort scharren und gackern sie den ganzen Tag, fröhlich und glücklich. Mit ihrem Tun sorgen sie dafür, dass sich die Obstschädlinge in Grenzen halten. Damit erübrigt sich der Einsatz von Spritzmitteln. Die Eier sind eine Klasse für sich.
Das Gras der Wiese wird von Schafen abgeweidet. Diese stehen von Mai bis November auf dem Grün. Sie kennen keinen Stall, nur Wiese. Natürlich gibt es bei Schlechtwetter überdachte Plätze. Ende November, Anfang Dezember werden die Schafe dem Fleischer zugeführt. Mit dieser Beweidung und der Tätigkeit der Hühner wird die Wiese gedüngt und gepflegt. Im Durchschnitt werden 7 bis 8 Schafe gehalten.
Zur Biodiversität gehört auch, dass ab und zu ein Huhn einem Wildtier als Mahlzeit dient. So begrenzt sich die Anzahl der Hühner auf ca. 25 Tiere, inklusive einem stolzen Hahn. Im letzten Jahr haben sich die Greifvögel sieben Hühner geholt.

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